Featured Video Play Icon

Goethes Gärten

Einblick in grüne Welten

Goethes Gärten auf dem Dach der Bundeskunsthalle spiegeln das lebenslange Interesse des Dichters für Gärten, Natur und Botanik. Der Dachgarten begleitet die große Ausstellung Goethe. Verwandlung der Welt, die von der Bundeskunsthalle und der Klassik Stiftung Weimar entwickelt wurde. Die eigens für Bonn entwickelte Dachgarten-Landschaft vereint die zentralen Motive aus den beiden Gärten des Weimarer Dichters: den Garten am Stern neben seinem berühmten Gartenhaus, das ihm zunächst auch als Wohnsitz diente, und den Hausgarten am Weimarer Frauenplan, seinem repräsentativen Anwesen im Zentrum der Stadt.

Ein botanisches Experimentierfeld

Als Goethe im Frühjahr 1776 sein erstes Weimarer Anwesen unweit der Ilm bezog, galt sein besonderes Interesse dem weitläufigen Garten, dessen Neugestaltung er sogleich in Angriff nahm. Goethe legte nicht nur einen Nutzgarten für die häusliche Versorgung mit Obst und Gemüse an, sondern schuf auch einen kleinen englischen Landschaftsgarten mit gewundenen Wegen und schattigen Ruheplätzen. Überdies unterhielt er zahlreiche Blumenbeete für seine botanischen Experimente, die ihn mit den Jahren zu einer eigenen Metamorphosenlehre führten.

„Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit.“ (Johann Wolfgang Goethe)

Nach seiner Rückkehr aus Italien zog Goethe in das repräsentative Haus am Weimarer Frauenplan um und widmete sich auch dem dortigen Garten mit besonderer Aufmerksamkeit. Wie schon im Gartenhaus an der Ilm nutzte er das Areal sowohl als Küchengarten wie auch als botanisches Experimentierfeld. In einem Pavillon an der Südseite des Gartens richtete er zudem seine geowissenschaftliche Sammlung ein, die Mineralien, Gesteine sowie Fossilien aus aller Welt umfasste.

Wandelndes Erscheinungsbild

Wie die beiden Weimarer Gärten wird auch der Goethe-Garten auf dem Dach der Bundeskunsthalle ästhetische, wissenschaftliche und ökonomische Aspekte zusammenführen. Da sich das Erscheinungsbild des Gartens während der parallel von Mai bis September laufenden Ausstellung immer wieder verändern wird, empfiehlt sich ein mehrmaliger Besuch: zum Flanieren und Verweilen, zum ästhetischen Genuss und zur naturwissenschaftlichen Erkundung.


GOETHES GÄRTEN
bis 15. September 2019
in der Bundeskunsthalle

Gartenansicht, Mai 2019, Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Gartenansicht, Mai 2019, Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Gartenansicht, Mai 2019, Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  1. Gartenansicht, Mai 2019, Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  2. Gartenansicht, Mai 2019, Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  3. Gartenansicht, Mai 2019, Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  4. Gartenansicht, Mai 2019, Foto: Sibylle Pietrek © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Das könnte Sie auch interessieren:

Featured Video Play Icon

Verwandlung eines Dichters

Der Film zur Goethe-Ausstellung

Orangen auf dem Tisch, Wasser, Pflanzen und Museumsgebäude

Der Persische Garten

Die Erfindung des Paradieses

Michael Jackson tanzt und singt während er über erleuchtete Steine wandert, gefolgt von einer Frau

Warum zeigt man eine Ausstellung über Michael Jackson?

Klare Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Ausstellung „Michael Jackson: On The Wall“