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Wir Kapitalisten – Eine Führung durch die Ausstellung

Kunst zuhause erleben!

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise bleibt die Bundeskunsthalle derzeit geschlossen. Wir möchten Ihnen unsere aktuelle Ausstellung aber nicht vorenthalten. Die Kurator*innen Henriette Pleiger und Wolfger Stumpfe stellen Ihnen einige der Objekte und Themen vor und laden Sie zu einer filmischen Führung ein.

Der Kapitalismus ist weit mehr als nur ein ökonomisches System. Er ist eine Gesellschaftsordnung, die unser Denken, Fühlen und Dasein seit Jahrhunderten prägt. Aus einer kulturhistorischen Perspektive betrachtet die Ausstellung die grundlegenden Eigenschaften des Kapitalismus: Rationalisierung, Individualisierung, Akkumulation, Geld und Investitionen sowie typische kapitalistische Dynamiken wie ungebremstes Wachstum und schöpferische Krisen.

DNA des Kapitalismus

Diese „DNA des Kapitalismus“ ist in einem übertragenen Sinne längst Teil unserer eigenen DNA geworden: Wie formt der Kapitalismus unsere Identität und Geschichte, zum Beispiel hinsichtlich Individualität, Zeitempfinden und materiellem Eigentum? Und können – oder wollen – wir daran etwas ändern?

Mit Objekten aus Kunst, Geschichte und Alltagskultur ermöglicht die Ausstellung eine Annäherung an ein komplexes Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz – und großer Lebensnähe für uns alle.


WIR KAPITALISTEN
Von Anfang bis Turbo
bis 12. Juli 2020
in der Bundeskunsthalle

Duane Hanson, Two Workers, 1993
Ausstellungsansicht, Foto: Laurin Schmid, 2020
Mathias Böhler & Christian Orendt, Give us, Dear, 2013
Das Kapitalismus Game der Ausstellung
  1. Ausstellungsansicht, Foto: Laurin Schmid, 2020 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  2. Ausstellungsansicht, Foto: Laurin Schmid, 2020 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  3. Ausstellungsansicht, Foto: Laurin Schmid, 2020 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  4. Ausstellungsansicht, Foto: Laurin Schmid, 2020 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

7 Kommentare zu "Wir Kapitalisten – Eine Führung durch die Ausstellung"

  1. Vielen Dank für diese spannende Führung durch die Ausstellung! Es ist toll, trotz Ausgangsbeschränkung einen Einführungsvortrag zu bekommen – und dieses Format in der Ausstellung selber war sehr gut gemacht. Jetzt sind wir sehr neugierig auf die Räume und auf die Ausstellungsstücke und hoffen, dass wir sie trotz Corona noch in der KAH anschauen können.

  2. Ohne irgendetwas angesehen zu haben ärgert es mich wie immer maßlos, daß ich, von wem auch immer(?),
    geduzt werde!
    Hallo, Du, wer bist Du? Sind wir zusammen zur Schule gegangen?
    U. Krullmann

  3. Was für eine schöne Idee, im Dialog durch diese Ausstellung zu führen. Vielen Dank. Es war sehr informativ und kurzweilig. Ich habe Euch weiterempfohlen und hoffe, dass noch viele Menschen diese Einführung und Denkanregung in den Kapitalismus sehen.

  4. Liebe Kuratoren meinen allerherzlichsten Dank für den Einblick in diese Ausstellung, es war sehr gut dargestellt und hat mir Freude bereitet von !ganzem Herzen wünsche ich Ihnen noch ein großes Publikum live, bleiben Sie gesund wünscht Christine Reinhold

  5. Witzig, informativ, anregend! Ein großen Lob den Ausstellungsmachern und Kuratoren beiderlei Geschlechts. Und dann noch die interaktive Idee mit dem eigenen kapitalistischen Profil – Respekt!
    Eine Anregung noch vielleicht: Ein Aspekt, der mir in der Ausstellung fehlte, war der der Mildtätigkeit, die im Mittelalter zum Beispiel von den Reichen wie selbstverständlich gefordert und eingelöst wurde – denken Sie nur an Stiftungen wie die der Fugger in Augsburg oder auch die Fürsorge (und das meine ich nicht nur ironisch), die Großindustrielle noch im 19. Jahrhundert zum Teil ihren Arbeitern und deren Lebensumständen zukommen ließen, bis hin zu einer günstigen Kulturförderung: Siemens in Berlin, die BASF in Ludwigshafen etc. Und das Mäzenatentum moderner Tycoons kommt auch sehr vielen zugute: Bill Gates, Würth, Hopp, Tschira … Natürlich kann man gut und leicht darüber nachdenken und rechten, wie ein Einzelner so unvorstellbar viel verdienen kann, dass er sieben- bis achtstellige Beträge locker stiften kann. Aber das ist nun einmal so im Kapitalismus, und da bislang alle anderen Formen gesellschaftlichen Zusammenlebens – Marx möge mir verzeihen – kläglich gescheitert sind, lebe ich eigentlich sehr gerne und verhältnismäßig gut in eben diesem Kapitalismus, den Sie – auch das ein großes Plus der Ausstellung – in keinem Augenblick und in keinem Exponat verteufelt oder diskreditiert haben.
    Mit den besten Grüßen aus Heidelberg
    Wlolfgang Weisbrod

    1. Lieber Wolfgang Weisbrod,
      haben Sie vielen Dank für Ihre netten Worte! In der Tat würden wir uns wohl alle eine Rückkehr zu einer wirklich sozialen Marktwirtschaft wünschen. Was wir in dieser Ausstellung kritisieren, sind die extremen Auswüchse des Kapitalismus, die es leider heute auch gibt. Eine Mäßigung des Systems – eine Art Slow Capitalism – wäre für uns alle von Vorteil.
      Mit herzlichen Grüßen,
      Henriette Pleiger

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